Wärme Hamburg verzichtet auf Moorburg-Anschluss

Genehmigungsantrag für Fernwärmeleitung offiziell zurückgezogen

Hamburg, 18.12.2019

Die Wärme Hamburg GmbH hat die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie darüber informiert, dass das Unternehmen den Genehmigungsantragantrag auf Planfeststellung einer Fernwärmeleitung zum Heizkraftwerk Moorburg zurückzieht.

„Der geplante Anschluss des Heizkraftwerks Moorburg ist ein Relikt aus alten Tagen. Wir wollen bis 2030 aus der Wärmeerzeugung aus Kohle aussteigen und nicht neue Kohlekraftwerke anschließen“, begründet Christian Heine, Geschäftsführer der Wärme Hamburg, diesen Schritt. Seinerzeit hatte die Vattenfall Wärme Hamburg den Antrag auf eine Leitung zum Heizkraftwerk gestellt. Stattdessen wird sich das nun städtische Unternehmen ganz auf die Anbindung von Abwärmequellen, u.a. aus Industrie und Müllverwertung, im Süden Hamburgs konzentrieren.

„Wir werden mit der Wärme Hamburg den größten Einzelbeitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaziele leisten. Ab 2025 werden durch die Nutzung von Abwärme und die Abschaltung des Kohlekraftwerks Wedel jährlich rund 360.000 Tonnen CO₂ weniger ausgestoßen“, so Heine.