Wärme Hamburg steigert Energieeffizienz

Geplante Abwärmenutzung zahlt sich aus

Hamburg, den 22.04.2020

Die Nutzung von Fernwärme der Wärme Hamburg in Neubauten wird für Hauseigentümer ab sofort noch attraktiver. Für die künftige Ablösung des Heizkraftwerks Wedel durch den Energiepark Hafen wurde der Wärme Hamburg bereits heute eine deutlich verbesserte Energieeffizienz bescheinigt. Der sogenannte Primärenergiefaktor (PEF), der den ressourcenschonenden Umgang mit Energie misst, hat sich im Rahmen einer Neuzertifizierung von 0,57 auf 0,36 verbessert. Eine gute Nachricht insbesondere für diejenigen, die künftig neu bauen wollen: Je effizienter die Heizungsversorgung desto geringer sind auch die erforderlichen bauseitigen Investitionen in Effizienzmaßnamen, um den Mindestanforderungen der gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. 

„Die geplanten Investitionen in klimafreundliche und energieeffiziente Wärmeerzeugung zahlen sich für unsere Kunden und die Wärme Hamburg aus“, so Christian Heine, kaufmännischer Geschäftsführer der Wärme Hamburg. „"Mit der Neuzertifizierung nehmen wir eine Spitzenposition im Wettbewerb der Wärmeversorger ein und sind optimistisch, dass wir maßgeblich dazu beitragen werden, den Anteil der Fernwärme in Hamburg von heute 25% auf 35% in 2030 zu erhöhen", so Heine weiter. Im Vergleich zu effizienten Fernwärmelösungen kommen Gas- und Ölzentralheizungen selbst bei der Nutzung von Brennwerttechnik in der Regel nur auf einen Primärenergiefaktor von 1,15.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie und  Aufsichtsratschef der Wärme Hamburg:  "Der bessere Primärenergiefaktor für die Fernwärme bestätigt den Kurs der Stadt Hamburg: Mit Energienetzen in öffentlicher Hand setzen wir die Energiewende um, die allen Seiten zu Gute kommt. Von einer klimafreundlichen Fernwärme profitieren Bauherren bei Neubau wie im Bestand und die Stadt kommt bei den Klima-Einsparzielen voran. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Rückkauf der Netze ein richtiger Schritt war."

Die Wärme Hamburg wird in einem ersten Schritt bis 2025 das Kohlekraftwerk in Wedel durch einen Mix aus Industrieabwärme, einer innovativen Großwärmepumpe sowie Wärme aus Müllverwertung ersetzen. Der Energiepark Hafen verfügt außerdem über ein modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, das die ganzjährige Nutzung der klimaneutralen Wärmequellen ermöglicht und die erforderliche Restwärme bereitstellt. Bis spätestens 2030 soll mit der Umstellung des Kohlekraftwerks in Tiefstack die Wärmeerzeugung aus Kohle der Vergangenheit angehören.

Der Primärenergiefaktor (PEF) gibt Aufschluss über die zum Heizen aufzuwendende Menge an Primärenergie und berücksichtigt auch vorgelagerte Ketten, wie die Verarbeitung und den Transport der Brennstoffe. Anbieter wie die Wärme Hamburg müssen sich regelmäßig von autorisierten Ingenieurbüros, Universtäten oder Überwachungsvereinen zertifizieren lassen. Das jüngste Zertifikat wurde von BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH ausgestellt.

(Teaser-)Bild: Grafik Energiepark Hafen