Start für Kohleausstieg in der Wärmeversorgung für Hamburg

Start für das neue Erzeugungskonzept: Die Wärme Hamburg hat am 11. September den Genehmigungsantrag für das Projekt Fernwärme-Systemanbindung West bei der Behörde für Umwelt und Energie eingereicht. Das ist der erste Schritt zum Ausstieg aus dem Energieträger Kohle in der Wärmeversorgung in Hamburg.

Das künftige Erzeugungskonzept für Hamburg im Überblick

Kohleausstieg bei der Wärme Hamburg

Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll der Fernwärmeanteil aus Kohle von heute 64 auf null Prozent sinken. Möglich wird der Kohleausstieg durch eine neue Erzeugungsstrategie. Diese setzt auf ein modulares System, das neben dem Bau einer modernen GuD-Anlage im Energiepark Hafen vorhandene Wärmequellen intelligent zusammenführt und nutzt. Dabei liegen mit diversen energieintensiven Industriebetrieben, der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm und der Abwasserwärmepumpe des Klärwerks Dradenau die großen Wärmepotenziale im Süden der Stadt.


Südleitung für den Transport CO2-armer Fernwärme

Die neue Fernwärmeleitung wird diese Wärmemengen vom Standort Dradenau unter der Elbe hindurch durch Othmarschen und Flottbek bis nach Bahrenfeld transportieren. Dort erfolgt der Anschluss an den Weststrang des Fernwärmesystems.

Mit dem Einbinden dieser Wärmequellen sowie dem Brennstoffmix im gesamten Wärmekonzept wird der Anteil an klimaneutraler Wärme auf über 55 Prozent steigen. Pro Jahr können dann rund 360.000 Tonnen CO2 eingespart werden.


Öffentlichkeitsbeteiligung und Anwohnerinformation

Parallel zum Start des Genehmigungsverfahrens wurden die Anwohnerinnen und Anwohner entlang des geplanten Leitungsverlaufs über das Projekt informiert. Die Genehmigungsunterlagen werden nach ihrer Prüfung durch die Behörde für Umwelt und Energie ausgelegt, um die Öffentlichkeit zu beteiligen. Der Genehmigungsbescheid wird im Frühjahr 2021 erwartet.

Der Genehmigungsantrag in fünffacher Ausfertigung

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