Genehmigungsantrag für <br /> Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk Dradenau eingereicht

Der klimaneutrale Ersatz des Heizkraftwerks Wedel ist damit auf den Weg gebracht.

Hamburg, 09.04.2020

Die Wärme Hamburg GmbH hat am 6. April 2020 bei der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie den Genehmigungsantrag zu Errichtung und Betrieb eines Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerks (GuD HKW) am Standort Dradenau eingereicht. Das GuD HKW ist zentrales Element des Energieparks Hafen und soll vor allem die Einspeisung klimaneutraler Abwärme aus Industrieprozessen und der geplanten Abwasserwärmepumpe in das Fernwärmenetz der Wärme Hamburg ermöglichen.

„Die GuD versetzt uns in die Lage, die Abwärmequellen der Industrieunternehmen und des Abwasserbetriebs ganzjährig zu nutzen und so das kohlegefeuerte Heizkraftwerk Wedel überwiegend durch klimaneutrale Wärme zu ersetzen“, erklärt Michael Beckereit, Geschäftsführer der Wärme Hamburg. „Damit und mit dem ebenfalls geplanten Ersatz des Heizkraftwerks in Tiefstack setzen wir den Kohleausstieg um und leisten den größten Einzelbeitrag zur CO2-Reduktion in Hamburg bis 2030“, so Beckereit weiter.

Das neue Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk an der Dradenau ist mit allen Komponenten ausgestattet, die in der Energie- und Wärmewende ein Maximum an Flexibilität ermöglichen. So sollen eine Power-to-Heat-Anlage mit 30 Megawatt und ein Wärmespeicher die bessere Integration von Windenergie bei Windstromüberschüssen ermöglichen. Windstrom kann so in Wärme umgewandelt werden, anstatt die Windräder abzuschalten.

Mit der Einreichung des Genehmigungsantrags für die GuD sind die zentralen Komponenten zum Ersatz des Heizkraftwerks Wedel auf den Weg gebracht. Die Wärme Hamburg hatte zuvor bereits den Genehmigungsantrag zum Bau der Südleitung eingereicht, die die GuD mit dem Anschlusspunkt des Fernwärmenetzes in Bahrenfeld verbinden soll. Im Anschluss an die Vollständigkeitsprüfung des Genehmigungsantrags durch die Behörde für Umwelt und Energie folgt in einem nächsten Schritt die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen.  

3D Visualisierung des geplanten Kraftwerks Dradenau