Chance auf einen Neustart

Hamburg, 17.07.2020

Wärme Hamburg unterstützt die Ausbildung sozial benachteiligter junger Erwachsener

Die Wärme Hamburg ist ab sofort Mitglied des Vereins Hamburger Ausbildungszentrum (HAZ). Mit 105.000 Euro pro Jahr unterstützt die Wärme Hamburg die Ausbildung von sozial benachteiligten jungen Erwachsenen der Hansestadt. Das Geld kommt der Initiative NEUSTART des HAZ zugute. Die Initiative bietet den jungen Menschen die Möglichkeit einer Ausbildung und damit auch ein geregeltes Berufsleben. Viele von ihnen hätten auf dem Arbeitsmarkt sonst keine Chance.

„Als städtischer Wärmeversorger nimmt die Wärme Hamburg am Hamburger Arbeits- und Ausbildungsmarkt ihre Verantwortung wahr. Wir bilden für unser Unternehmen derzeit rund 60 Azubis aus und wurden für die Ausbildung erst in diesem Jahr als einer von „Hamburgs besten Ausbildungsbetrieben“ ausgezeichnet. Nachwuchsförderung und die Ausbildung junger Menschen ist für unser Unternehmen, aber auch für den Standort Hamburg von hoher Bedeutung. Wir unterstützen daher aus Überzeugung die Arbeit des HAZ“, sagt Christian Heine, Geschäftsführer der Wärme Hamburg.

„Seit über 40 Jahren begleitet das HAZ mit seiner überbetrieblichen Ausbildung junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben und hat sich dabei immer auch den Blick für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen beibehalten. Bestes Beispiel ist die Initiative „NEUSTART“: Seit über zehn Jahren erhalten sozial benachteiligte Jugendliche hier gezielt Unterstützung. Es ist großartig, dass sich immer mehr Hamburger Unternehmen anschließen und damit einen wertvollen Beitrag für die Förderung junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt leisten“, so Claudia Güsken, Vorstandsvorsitzende des HAZ und Vorständin für Personal und Betrieb bei der Hamburger Hochbahn AG, einem der sechs Gründungsmitglieder des HAZ.

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(V.l.) Hanna Hallier-Reuff, Gudrun Rinninsland, Claudia Güsken und Christian Heine vor dem Hamburger Ausbildungszentrum.

 

Wärme Hamburg unterstützt mit Praktika

NEUSTART bietet Ausbildungsplätze in Berufen des Metall- und KFZ-Bereichs an. Ein Großteil der teilnehmenden jungen Erwachsenen verfügen über einen schwachen oder keinen Hauptschulabschluss. Rund 80 Prozent von ihnen haben laut HAZ einen Migrationshintergrund oder sind Geflüchtete mit Duldung. Ihnen würden in ihren Heimatländern Verfolgung, Krieg oder Terror drohen. Der Altersdurchschnitt der NEUSTART-Azubis liegt bei über 20 Jahren.

„Wir freuen uns, diese jungen Erwachsenen fördern zu können und möchten ihnen Praktika bei der Wärme Hamburg anbieten, um ihnen während der Ausbildung praktische Einblicke und Erfahrungen im betrieblichen Einsatz zu vermitteln“, so Hanna Hallier-Reuff, Leiterin Personal der Wärme Hamburg.

Das Ausbildungskonzept von NEUSTART setzt neben diesen berufspraktischen Einsätzen auf individuelle Förderung. So bietet das HAZ beispielsweise Lerntherapien in den Fächern Deutsch und Mathe sowie eine sozialpädagogische Unterstützung an.

 

Die Initiative bietet Erfolgschancen

So gut wie alle der NEUSTART-Azubis schließen laut Erfahrungen des HAZ ihre Ausbildung erfolgreich ab. Rund 20 Prozent wechselten bereits während der Ausbildung den Arbeitgeber, vom HAZ direkt in die Wirtschaft, weil sie im betrieblichen Einsatz das Unternehmen von sich überzeugen konnten.

Die Kosten für NEUSTART werden durch Mitgliedsbeiträge finanziert sowie durch Fördermittel, Einnahmen von Paten und Sponsoren. Das HAZ verfügt mit der Wärme Hamburg nun über acht Trägerunternehmen. Mitglieder sind unter anderem auch Gasnetz Hamburg, Hamburg Wasser, Stromnetz Hamburg sowie die Hamburger Hochbahn.